Univ. Prof. Dr. med. Dr. habil. Edgar Biemer
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Facelift - ein unklarer Begriff
Immer wieder erlebe ich, dass Patientinnen mit unterschiedlichen Vorstellungen und vor allem unterschiedlichen Bezeichnungen in Bezug auf ein „Facelift“ zu mir kommen. Inzwischen wird es ja selbst für den Fachmann unübersichtlich was sich hinter den vielen Pseudo-Bezeichnungen wie etwa "Biolift", "Minilift", "Volumenlift" ect. verbirgt. Oft werden auch von verschiedenen Autoren unterschiedliche Techniken darunter verstanden.
Minimale Eingriffe bei minimalen Befunden
Immer häufiger kommen jüngere Patienten um die 30 Jahre in meine Praxis, die Anfänge von Hauterschlaffung um die Nasolabialfalte, seitlich der Augenhöhlen, vermehrte „Krähenfüße", eine Lockerung der vorderen Halshaut, etc. beklagen. Dies sind Befunde, die in keiner Weise eine klassische Liftingoperation rechtfertigen. Es hat sich ja noch kein Hautüberschuss herausgebildet, sondern nur tiefere Strukturen wie Fettdepots und Muskeln sind etwas nach unten gesunken.
Möglichkeiten der Urogenital-Plastischen-Chirurgie
Im Gebiet der Urogenital-Plastischen-Chirurgie werden auch ästhetische Indikationen immer häufiger. Hier ist es besonders die Korrektur zu großer „Innerer Schamlippen“. Diese meist etwas lappig über die äußeren Schamlippen hervortretenden Gebilde können beim Radfahren und sonstigem Sport sehr hinderlich sein. Sie können sich entzünden und sind auch beim Geschlechtsverkehr störend. Durch einen ambulanten Eingriff in örtlicher Betäubung mit Sedierung kann hier eine formliche Anpassung erfolgen. Die Naht erfolgt mit sich auflösenden Fäden, so dass meist nur eine kurze Nachschau notwendig ist.
Jahrestagung Vereinigung der DÄPC
Auf der Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetischen Plastischen Chirurgen habe ich mich nochmals besonders mit der Augmentation – Brustvergrößerung – durch Hyaloronsäure beschäftigt. Die jetzt schon einige Jahre klinischen Ergebnisse geben keinen Anhalt für irgendwelche Spätkomplikationen. Das Mittel verschwindet einfach durch Abbau nach 8 – 12 Monate praktisch spurlos aus der Brust. Dadurch wurden meine doch großen Bedenken für diese Art der Brustvergrößerung durch Einspritzung ausgeräumt. Es scheint geeignet für Patienten, die eine Operation vermeiden wollen oder generell kein Silikonimplantat wünschen. Eine Nachbehandlung nach knapp einem Jahr ist notwendig. Ich werde es aber ab sofort ebenfalls meinen Patienten anbieten. Einen entsprechenden Kurs habe ich absolviert.
Jahrestagungen
Vom 15.09.2010 fand diese Jahr die Jahrestagungen der „Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktieve und Ästhetische Chirurgie“ ( DGPRÄC) und der „ Vereinigung der Deutschen Ästhetischen PlastischenChirurgen“ ( VDÄPC) in Dresden statt.
Kontaktieren Sie mich
Prof. Dr. Edgar Biemer
Tel.: +49 (0) 89 / 2429555-0
E-Mail: plast.chir@prof-biemer.de
